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| Die
Wortwahl in der Bewerbung
Der Stil eines Bewerbungsschreibens ist nicht alles, zumal keine angehenden
Schriftsteller gesucht werden. Geachtet wird allerdings auf Rechtschreibung
und Grammatik. Und um einem Bewerbungsschreiben etwas Schliff zu verpassen,
solltest du sogenannte „Weichmacher“ möglichst vermeiden:
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schlechte Formulierungen
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so klingt es konkreter
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| ich glaube, dass ich ... |
meine Stärken sind ...
Ich kann gut ... |
| eigentlich möchte ich ... |
Ich stelle mir vor...
Mir liegt sehr ... |
| Vielleicht wäre es möglich ... |
Bitte prüfen Sie, ob ...
Ist es möglich, dass |
| Ich habe ein bisschen ... |
Meine Kenntnisse sind ...
Ich habe Erfahrung mit ... |
Schreibe darüber hinaus nicht im Konjunktiv, der meist überflüssig
ist und verwende so wenig wie möglich das Wörtchen „man“. Man
ist ohne Bezug. Bilde Sätze mit „ich“, „mir“, „Ihr“, „Sie“ usw. |

Das
Bewerbungsschreiben
Christine Meier
10. Juni 1999
Müllerstr. 11
13353 Berlin
Tel.: (0 30) 4 54 77 88
Hans Roesner GmbH
Herrn Lange
Langer Weg 59
10555 Berlin
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Industriekauffrau
Sehr geehrter Herr Lange,
vom Berufsberater des Arbeitsamtes erfuhr ich,
dass Sie auch im kommenden Jahr eine Industriekauffrau ausbilden. Ich bewerbe
mich um diesen Ausbildungsplatz.
Zur Zeit besuche ich die Fachschule für Bürokommunikation.
Meine Schulausbildung werde ich im Juni 2000 mit der Fachhochschulreife
abschließen.
Durch Gespräche mit Industriekaufleuten und
Beratern des Arbeitsamtes informierte ich mich über das Berufsbild
einer Industriekauffrau. In einem Praktikum bei der Firma Dolbe stellte
ich fest, dass mich kaufmännische Tätigkeiten sehr interessieren.
Deshalb möchte ich diesen Beruf gerne erlernen. Im Frühjahr besuchte
ich den Kurs "Wirtschafts-Englisch" der Volkshochschule, um weitere Grundkenntnisse
zu erwerben.
Meinen Lebenslauf mit Foto und Kopien der letzten
Zeugnisse füge ich bei. Über eine Einladung zu einem persönlichen
Gespräch freue ich mich sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Christine Meier
Anlagen
Lebenslauf mit Lichtbild
Zeugniskopien
Praktikumsbescheinigung |
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Das
Bewerbungsschreiben - Raster
Name und Anschrift
des Bewerbers mit Tel.-Nr.
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Datum
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Anschrift des Ausbildungsbetriebs
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| Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als |
Einleitung: Anlass für Bewerbung
Angaben zur Person
Gründe für die Bewerbung
Abschluss |
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| Tipps zum
Bewerbungsschreiben
Personalabteilungen erkennen anhand
der Bewerbungsanschreiben schnell, ob es sich um ein Seriendokument handelt,
bei dem lediglich die unterschiedlichen Firmenadressen und Ausbildungsberufe
eingesetzt worden sind.
Oft kann man es daran erkennen,
dass das Bewerbungsschreiben mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnt,
obwohl in der Anzeige ein Ansprechpartner genannt ist. Wenn also in der
Anzeige ein Ansprechpartner des Ausbildungsbetriebs steht, dann setze ihn
in der Anredezeile ein, z. B. „Sehr geehrter Herr Waschbüsch!“
Gehen wir einmal davon aus, du hast
dir am Samstag die Wochenendausgabe einer Zeitung gekauft. Nun sitzt du
am Frühstückstisch und überfliegst den Ausbildungsmarkt.
Einige Anzeigen wecken deine Aufmerksamkeit und du hast Lust, dich zu bewerben.
Bevor du jetzt zu deinem Computer
gehst und dein Seriendokument aufrufst, hol dir etwas zu schreiben: schneide
die Anzeige aus, hefte sie an ein Blatt Papier. Dann schreibe zunächst
einmal genau auf, warum gerade diese Anzeige dich anspricht. Unterstreiche
die Schlüsselwörter. Nimm dazu zwei Farben. Unterstreiche mit
der einen Farbe, welche Worte und Formulierungen dir wichtig sind - und
mit der anderen, welche Schlüsselwörter offensichtlich der Firma
wichtig sind. Greife diese Wörter in deiner Bewerbung auf. Schon
damit stellst du eine Gemeinsamkeit her, indem du die gleiche Sprache wie
das Unternehmen sprichst.
Wenn du merkst, dass du Schwierigkeiten
hast, Gemeinsamkeiten herzustellen, bewerbe dich nicht bei diesem Unternehmen.
Hefte das Blatt mit deinen Markierungen
und Notizen, warum gerade diese Anzeige dich anspricht, zu der Kopie deiner
Bewerbung. Bewahre deine Bewerbungsunterlagen so auf, dass du bei einem
Anruf, Brief oder E-Mail des Unternehmens mit dem ersten Griff deine Unterlagen
vor dir hast.
Hast du viele Bewerbungen verschickt,
dann lohnt sich ein alphabetisch sortierter Ordner. So kannst du am Telefon
direkt deine Bewerbung ansehen und vorbereitet und selbstsicher das Gespräch
führen. Es gibt nichts Schlimmeres als eine enthusiastische Bewerbung,
bei der der Bewerber auf Nachfrage nicht mehr weiß, für wen
er so Feuer und Flamme war: „Welche Firma sind Sie nochmal?“
So stellst du sicher, dass du
aus der Flut der Bewerber positiv herausragst.
Jeder von uns kommt gut mit Menschen aus, die auf unserer Wellenlänge
funken. Auch bei Bewerbungen ist dies der Fall. Das Unternehmen gibt dir
mit der Stellenanzeige eine Richtung an, welche Wellenlänge es hat.
Zeige bei deiner Bewerbung, dass du die gleiche hast.
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