Jahrgangsteams und Lernbegleiter
An der Ernst-Schering-Schule schließen sich Lehrer, Sozialpädagogen, Eltern und
Kooperationspartner zusammen, um Ihr Kind beim Lernen zu unterstützen. Die
Lehrer eines Jahrgangs bilden Teams und begleiten Ihr Kind durch seine ganze
Schulzeit. Außerdem finden regelmäßig Team-Sitzungen statt, in denen sich die
Kollegen austauschen und alles Wichtige besprechen. Diese enge Vernetzung und
Zusammenarbeit ist unsere große Stärke: kein Kind geht auf seinem Bildungsweg
verloren!


Schulethos
Unsere Schule ist ein Ort des
Lernens und der Gemeinschaft. Jede Schülerin, jeder Schüler hat das Recht, sich
nach ihren/seinen Möglichkeiten optimal bilden zu können, die eigene
Persönlichkeit zu entfalten und im Bildungsprozess unterstützt zu werden.
Deshalb ist es notwendig, dass alle, die sich am Schulgeschehen beteiligen,
Verantwortung für sich und die Schulgemeinschaft übernehmen. Dies unterstreichen
wir ausdrücklich mit unserer gemeinsamen
Bildungsvereinbarung und unsere Charta gegen Gewalt,
der wir uns alle verpflichten.


Methodenwochen
Dreimal im
Schuljahr, jeweils nach den Ferien, führen wir eine
Methodenwoche durch. In
diesen Wochen trainieren wir gezielt verschiedene Arbeitstechniken und
Sozialformen, mit denen die Schüler/innen ihr Lernen selbst besser organisieren
können. Selbstverständlich werden diese Methoden, wie beispielsweise das
richtige Markieren, während des Schuljahres stets auch im Fachunterricht
aufgegriffen und geübt. Unser Ziel ist, dass die Schüler/innen selbstständig
werden und Eigenverantwortung übernehmen können.


Geschichtliches - Schule im Wandel
Die 2. Oberschule des Bezirks wurde 1979 am Standort
Lütticher Straße 47/48 gegründet. Ab dem 26. Juni 1984 hieß sie
Ernst-Schering-Oberschule (kurz: ESO). Mit der
Schulstrukturreform zum Schuljahr 2010/11 wurde die Gesamtschule zur
Integrierten Sekundarschule (ISS) umgewandelt und bekam eine kleine
Namensänderung: Aus der Ernst-Schering-Oberschule wurde die
Ernst-Schering-Schule.


Abschlüsse
Bei uns
sind alle Abschlüsse möglich!
BB – Berufsbildungsreife
eBB – erweiterte Berufsbildungsreife
MSA – Mittlerer Schulabschluss
Übrigens: Über 80% unserer MSA-verpflichteten Gesamtschüler erreichen an der
Ernst-Schering-Schule ihren MSA oder MSA plus! (MSA mit
Berechtigung zur Oberstufe)
Der Weg zum Abitur
oder Fachabitur führt über unsere Kooperationspartner, die
Oberstufenzentren: So kann jeder die Oberstufe nach persönlicher Neigung
absolvieren!


Tagesstruktur
(Kurzinfo Ganztag)
Im Ganztag finden die Kinder und Jugendliche genug Zeit, ihren persönlichen
Interessen nachzugehen. Denn Fördern heißt bei uns auch Begabungen zu wecken und
Stärken zu entdecken, vielfältige Lernformen anzubieten und neben fachlichen
auch soziale Kompetenzen zu vermitteln, um dadurch aktive Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Neben den Schülerarbeitsstunden, dem
Klassenrat und dem gemeinsamen Mittagessen werden wir dem Einzelnen durch viele
abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten gerecht. Der Schultag selbst ist in
Doppelstunden organisiert, so dass die Schüler/innen
und Lehrer/innen sich ohne das störende Klingeln in ihren Unterricht vertiefen
können. Kleine Pausen werden dann lieber im Bedarfsfall innerhalb der Lerngruppe
abgesprochen.
08:00 – 08:45 1. Stunde
08:45 – 09:30 2. Stunde
09:30 – 09:55 Frühstückspause/Bewegungspause
09:55 – 10:40 3. Stunde
10:40 – 11:25 4. Stunde
11:25 – 11:35 Bewegungspause
11:35 – 12:20 5. Stunde
12:20 – 12:50 Mittagspause
12:50 – 13:35 6. Stunde
13:35 – 14:20 7. Stunde
14:20 – 14:30 Bewegungspause
14:30 – 15:15 8. Stunde
15:15 – 16:00 9. Stunde
16:00 – 16:45 10. Stunde


Wahlpflichtbereich
Wir bieten einen breiten Fächerkanon
an, aus dem die Schüler/innen ein Fach auswählen dürfen: Französisch, Kunst,
Darstellendes Spiel, Sport, Arbeitslehre und Naturwissenschaften. Auch die hier
eingesetzten Lehrer/innen unterrichten dieses Fach mit Engagement, weil hier nur
"Freiwillige" eingesetzt werden, die Lust haben, etwas Neues auszuprobieren:
neue Themen, andere Methoden, fächerübergreifend und handlungsorientiert zu
unterrichten, mit außerunterrichtlichen Einrichtungen zusammen zu arbeiten ...


SAS und Mittagstutorium
In den
Schülerarbeitsstunden (SAS) geht jeder seinen Weg:
Esra und Miriam fertigen selbstständig eine Hausarbeit über das Mittelalter im
Fach Geschichte an, Vanessa und Philipp wiederholen in der Matheförderung die
schriftliche Division, Kevin und Marc sind zur selben Zeit bei der Lesepatin in
der Schülerbücherei und tauchen in ihr Jugendbuch ein, während Marie, Eren und
Onur ihren Selbstlernordner in Deutsch bearbeiten. Julian lässt sich von der
Lehrerin lieber noch einmal die vier Fälle erklären, Cem und Nele fragen sich
gegenseitig Vokabeln ab und Stefan bespricht mit der Förderpädagogin seine neuen
Lernziele...
Mittagstutorium
Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 gehen die 7. Klassen an einem Schultag in
der Woche gemeinsam mit ihren Klassenlehrern zum Mittagessen. Die Teilnahme ist
für alle Schüler/innen verpflichtend. Warum legen wir so viel Wert auf das
gemeinsame Mittagessen?
• Das gemeinsame Mittagessen fördert die Klassengemeinschaft und ermöglicht
Gespräche zwischen den Schüler/innen und Lehrer/innen auf Augenhöhe. Somit kann
das gemeinsame Mittagessen das Sozialverhalten und gegenseitige Verständnis
verbessern. Nicht zuletzt werden dabei auch die Tischmanieren einer
zivilisierten Gesellschaft kultiviert.
• Lernen und arbeiten an einem langen Schultag können nur mit einer ausgewogenen
Verpflegung erfolgreich sein. Dies kann mit süßen Teilchen allein nicht
gewährleistet werden, zumal eine nicht unerhebliche Zahl von Kindern bereits
ohne Frühstück in die Schule kommen. Die Mensa hält für jeden Geschmack etwas
bereit: Zum Mittagessen wird eine vegetarische Variante und eine Alternative
ohne Schweinefleisch angeboten. Außerdem können belegte Vollkornbrötchen und
Obst gekauft werden.


Partizipation -
Klassenrat und Schülerparlament
Im Klassenrat und im Schülerparlament leben die
Schüler/innen Demokratie:
Der Klassenrat ist eine regelmäßige Gesprächsrunde in der Klasse und
liegt in der Verantwortung der Schüler/innen. Die Klasse berät, diskutiert und
entscheidet gemeinsam über die Inhalte, Regeln und Maßnahmen. Der Klassenrat ist
ein partizipatives Lernarrangement und keine isolierte Methode. Hier können
Probleme, Konflikte, Ungerechtigkeiten, aber auch die Vorbereitung der
Klassenfahrt oder eines Projekts besprochen werden. Im Klassenrat lernen die
Schüler/innen ihre Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit zu verbessern, sich
selbst und andere besser einzuschätzen, Verantwortung zu übernehmen, zu
kooperieren, sich demokratisch zu verhalten, selbständiger zu werden, Konflikte
angemessen zu lösen und die Perspektiven der anderen einzunehmen, außerdem
fördert der Klassenrat den Zusammenhalt der Klasse.
Ab dem Schuljahr 2011/12 tagt das
Schülerparlament in der
unterrichtsfreien Zeit (AG-Zeit). Es setzt sich zusammen aus gewählten
Klassensprecher/-innen und interessierten Schülerinnen und Schülern. Das
Schülerparlament ersetzt das Schüleraktiv und arbeitet als Teilgruppe
(Steuergruppe) der Gesamtschülervertretung (GSV). Es organisiert und
gewährleistet die Teilhabe der Schülerinnen und Schüler an Entscheidungen, die
• den Schulalltag jedes einzelnen Jugendlichen,
• das Schulleben und
• die gesamte Schulgemeinde betreffen.
Unterstützt wird das Schülerparlament von bestimmten Kolleginnen und Kollegen
und von unserer Sozialpädagogin Madeleine Bolze.


Duales Lernen
Eine der Aufgaben der Integrierten Sekundarschule ist es, Schülerinnen und
Schüler intensiv auf die Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten und Jugendliche
so früh und so professionell wie möglich anzuleiten, eigene Interessen zu
entwickeln und sich mit der eigenen Berufswahl auseinander zu setzen (Berufs-
und Studienorientierung).
Deshalb ist das besondere Ziel der Integrierten Sekundarschule, neben der
Vermittlung der Allgemeinbildung, auch auf die Fortsetzung des individuellen
Bildungsganges hinsichtlich einer Berufsausbildung oder eines Studiums
vorzubereiten und die dafür notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten
praxisorientiert zu vermitteln. Eine Lernform in der Integrierten Sekundarschule
ist deshalb das Duale Lernen, bei dem schulisches Lernen praxisorientiert mit
Inhalten aus dem Wirtscharts- und Arbeitsleben verknüpft wird.
Duales Lernen ermöglicht in den Jahrgangstufen 7 bis 10 allen Schülerinnen und
Schülern der Integrierten Sekundarschule eine optimale Vorbereitung auf den
Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt, in weiterführende berufliche
Bildungsgänge und Hochschulstudiengänge. Es umfasst Aktivitäten zur Berufs- und
Studienorientierung sowie Praxisplätze an geeigneten Lernorten. Praxisplätze an
geeigneten Lernorten sind zum Beispiel eigene schulische Werkstätten,
Schülerfirmen, berufliche Schulen und öffentliche Verwaltungen, betriebliche
Werkstätten, Betriebe und überbetriebliche oder außerbetriebliche
Bildungsstätten.
Das Duale Lernen steht grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern für alle
angestrebten Schulabschlüsse offen. Jede Schule entscheidet eigenverantwortlich,
welche Angebote des Dualen Lernens durchgeführt werden und legt die Angebote und
deren Umfang im Schulprogramm fest. Jede Schülerin und jeder Schüler muss pro
Jahrgang an mindestens einem Angebot des Dualen Lernens teilnehmen, wobei dieses
in der Regel ein Maßnahmepaket beinhaltet, in dem die Maßnahmen sinnvoll
aufeinander abgestimmt sind.
Für leistungsschwächere oder lerndistanzierte Schülerinnen und Schüler sind
besondere Organisationsformen des Dualen Lernens vorgesehen wie zum Beispiel das
Produktive Lernen oder die Praxisorientierten Lerngruppen. In diesen besonderen
Organisationsformen findet ein Teil des Lernens, unter teilweiser Auflösung der
Stundentafel und mit verstärktem Praxisanteil, an bis zu drei Tagen außerhalb
von Schule an außerschulischen Lernorten statt. Über die Teilnahme und deren
Dauer entscheidet die Klassenkonferenz oder der Jahrgangsausschuss.
aus: Duales Lernen; Handreichungen für die Praxis; SenBWF; Dez. 2010
Umsetzung des DUALEN LERNENS an der Ernst-Schering-Schule


Individualisierung